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BioSkop-DOSSIER

DSO auf dem Prüfstand

Die Deutsche Stiftung Organsplantation (DSO) bot immer wieder Anlass für notwendige Recherchen und kritische Berichte von BioSkop. Nun bewegt sich endlich was: Das Geschäftsgebaren der DSO, die mit der Koordination der Organspenden hierzulande beauftragt ist, soll in den nächsten Wochen offiziell überprüft werden!

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»Organspende – gesellschaftlich umstritten, öffentlich undurchschaubar, politisch gefördert«

Tagung für Transparenz verpasst?

+ Das PROGRAMM

  • AKTUELL

Ignorierte Tatsachen

Der Gesundheitsauschuss des Bundestages veranstaltete im Juni zwei Anhörungen zum Transplantationsgesetz. Fachleute sprachen dabei auch diverse Missstände im Transplantationssystem an. Merkwürdig: Es dauerte ein halbes Jahr (!), bis die beiden Wortprotokolle öffentlich gemacht wurden. Was u.a. drin steht, lesen Sie in unseren Hintergrundberichten

+ Ignorierte Tatsachen

++ Hirntodkriterium verfassungswidrig?

Derweil handeln die Fraktionsführungen nach dem Motto »Augen zu und durch« Per Gesetz wollen sie künftig alle BürgerInnen dazu drängen, »mindestens einmal in ihrem Leben« zu erklären, ob sie sich im Falle des »Hirntodes« Organe entnehmen lassen würden.


»Nationales Transplantationsregister« in Vorbereitung

Transparenz für vielfältige Zwecke

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER

(Dezember 2014) Was Fachleute seit vielen Jahren anmahnen, soll in der laufenden Legislaturperiode endlich realisiert werden: In Deutschland wird ein zentrales Transplantationsregister etabliert. Die Datensammlung werde für mehr Qualität und Transparenz sorgen und »dazu beitragen, das Vertrauen in die Transplantationsmedizin zu stärken«, verheißt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Wirklich?

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Qualitätssicherung in der Transplantationsmedizin

Schenkt Organspende »Leben«?

Von ERIKA FEYERABEND
(März 2013) Der Slogan »Organspende schenkt Leben« wird allerorten verbreitet – ohne jedes Fragezeichen. Doch Fachleute beklagen, dass Daten über Transplantationen unvollständig sind – und zum Teil gar nicht ausgewertet würden, um seriöse Aussagen zur Qualität, Nachsorge und Organvergabekriterien machen zu können.

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Organtransplantation, Partnerschaften, Menschenrechte

Fragwürdiges Herz für China

Von MARTINA KELLER
(März 2013) In China stammen mehr als 90 Prozent der verpflanzten Organe Verstorbener von hingerichteten Gefangenen. Westliche Firmen, Kliniken und ÄrztInnen unterstützen das chinesische Transplantationssystem auf vielfältige Weise. Derartige Kooperationen werfen Fragen auf – verlässlich antworten sollte zum Beispiel das Deutsche Herzzentrum in Berlin.

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Prüfberichte zur Organverteilung

Nicht wirklich beruhigend

Von ERIKA FEYERABEND
(September 2012) Der Verdacht, dass in den Unikliniken Göttingen und Regensburg die Organwarteliste manipuliert wurde, ist erdrückend – und es gibt zahlreiche Indizien dafür, dass dies keine Einzelfälle sind. Mit der Veröffentlichung bisher geheim gehaltener Prüfberichte versucht die Transplantationslobby, Vertrauen zurückzugewinnen.

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Transplantationsgesetz reformiert

Weiter ohne wirksame Kontrolle

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Juni 2012) Der Bundestag hat das Transplantationsgesetz (TPG) reformiert, mit dem Ziel, mehr Organe zu beschaffen. Deshalb müssen die Krankenkassen künftig ihre Mitglieder regelmäßig anschreiben, um sie zu bewegen, freiwillig einen »Organspende«-Ausweis auszufüllen. Transparenter soll das Transplantationswesen aber nicht werden.

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Organverteilung

Verschwiegene Manipulationen

Von ERIKA FEYERABEND
(Dezember 2011) 114 »Vorgänge« zu fragwürdigen Organvermittlungen sollen seit dem Jahr 2000 aktenkundig geworden sein. Welche Regeln wurden wie verletzt? Wie viele Manipulationen blieben ganz oder teilweise unerkannt?

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Elektronische Speicherung geplant

Notfall Organspende?

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Dezember 2011) Die Speicherung medizinischer Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ist von Gesetzes wegen freiwillig und technisch noch nicht möglich. Aber perspektivisch sollen auch Informationen gespeichert werden, die in Notfällen relevant sein könnten – auch die Erklärung zur »Spende« von Organen und Geweben.

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Organbeschaffung

Ignorierte Tatsachen

Von ERIKA FEYERABEND
(September 2011) Das Transplantationsgesetz soll reformiert werden. Erklärtes Ziel: Dem »Organmangel« soll mit veränderten Regeln zur Einwilligung in die »Organspende« begegnet werden. Ob so tatsächlich mehr Körperteile »hirntot« diagnostizierter Menschen beschaffbar sind, darf bezweifelt werden.

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Experten-Anhörung im Bundestag

Hirntodkriterium verfassungswidrig?

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(September 2011) Bei einer Überarbeitung des Transplantationsgesetzes muss auch das Hirntodkriterium »auf den Prüfstand gestellt« werden, fordert der frühere Bundesjustizminister Edzard Schmidt-Jortzig. Die Bundesärztekammer sieht dafür keinen Anlass.

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Organspende zwischen Biopolitik und Popkultur

Sein wie Superman

Von MONA MOTAKEF
(März 2011) Das Deutsche Herzzentrum (DHZB) in Berlin vermarktet sich als »Hochleistungsklinik«, spezialisiert auch auf Transplantationen. Um diese auszuweiten, lanciert es Werbekampagnen wie die Comic-Plakataktion »Das kannst Du auch«.

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Wissenschaftliche Zweifel am Todeskonzept

Leben Hirntote noch?

Von MARTINA KELLER
(September 2010) Empirische Studien sowie Fortschritte in der bildgebenden Diagnostik haben Zweifel am Konzept des Hirntodes wieder wach gerufen.

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»Organspende« nach Euthanasie

Das belgische Experiment

Von ERIKA FEYERABEND
(Juni 2010) In Belgien ist Euthanasie seit 2002 legal. Einigen Sterbewilligen sind auch Organe zu Transplantationszwecken entnommen worden – weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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Transplantationsrecht

Kompliziert gesponnenes Netz

Von HEINRICH LANG
(März 2010) Das Transplantationsgesetz sollte die Verhältnisse transparent machen. Die Analyse aus juristischer Perspektive zeigt aber: Strukturen und Verantwortlichkeiten sind für die Öffentlichkeit kaum durchschaubar.

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Gewebetransplantate

(K)ein Markt für Leichenteile

Von MARTINA KELLER
(September 2009) In rechtsmedizinischen Instituten entnehmen ÄrztInnen Knochen, Haut oder Sehnen von Verstorbenen und verarbeiten sie zu Gewebetransplantaten. Anders als oft versprochen, ist das nicht immer die beste Therapie für PatientInnen.

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Zehn-Jahres-Bilanz zum Transplantationsgesetz

Ansprüche und Wirklichkeit

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Juni 2009) Mehr Organspenden, Qualitätssicherung, Transparenz und umfassende Regeln – all dies sollte das Transplantationsgesetz von 1997 bewirken. Wie weit Ansprüche und Wirklichkeit auseinander liegen, zeigt eine Zehn-Jahres-Bilanz – erstellt vom Berliner Sozialforschungsinstitut IGES im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums.

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»Lebendorganspende-Kommissionen«

Organhandel nicht auszuschließen

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Juni 2009) Kommissionen sollen prüfen, ob »Lebendorganspenden« wirklich freiwillig erfolgen. Ihr Votum ist jedoch nicht rechtsverbindlich – und nur jede dritte Kommission glaubt, Organhandel sicher ausschließen zu können.

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Unregelmäßigkeiten

Sehr diskrete Selbstkontrolle

Von ERIKA FEYERABEND
(Dezember 2008) Menschliche Organe werden zum Teil nach undurchsichtigen Regeln entnommen und verteilt. Das betrifft zum Beispiel Körperteile, die vorgeschädigt sind. Beim Verdacht auf Regelverstöße ist der Wille zur Aufklärung nicht ausgeprägt.

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Dokumentationspflichten

Merkwürdige Mängel

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Juni 2008) Ein Lübecker Sozialmediziner hat untersucht, ob PrivatpatientInnen bei Organverpflanzungen überrepräsentiert sind. Dabei kamen merkwürdige Dokumentationsmängel heraus.

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GastpatientInnen

Denkwürdige Transplantationszahlen

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Dezember 2007) Eine Statistik der NRW-Regierung bietet Zündstoff. Außergewöhnlich viele AusländerInnen reisen ins Essener Universitätsklinikum, um Organe zu erhalten oder zu »spenden«.

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Hintergrund

Streit um »Hirntod«-Diagnostik

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(September 2007) Die »Hirntod«-Diagnostik soll stets qualifiziert und verlässlich erfolgen. Erfahrungen aus Niedersachsen und Bremen lassen Zweifel aufkommen.

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»Organspende«-PR im Internet

»Leben schenken«, »selbst entscheiden«

Von PETRA ROGGE
(September 2006) Werbung ist auch im Internet ein geschäftiges Hin-und-Her mit dem Ziel, andere für eigene Zwecke zu gewinnen. Die Lobby pro »Organspende« müht sich nach Kräften im virtuellen Raum.

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Beschaffung von Körperteilen

Staatlich organisierter Organkauf

Von MARTINA KELLER
(Juni 2006) Eine Projektgruppe der Europäischen Akademie GmbH in Bad Neuenahr-Ahrweiler fordert »Anreize zur Organspende«. Auch ein staatlich regulierter Organhandel wird vorgeschlagen.

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Alltag

»Organspender bleiben hier final«

_BIOSKOP_-Interview
(März 2006) Eine Essener Intensivschwester schildert, welche Erfahrungen und Probleme Pflegekräfte mit Explantationen haben.

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Transplantation und Gewissen

Muss ich das wirklich tun?

Von ERIKA FEYERABEND
(März 2006) Wenn Arbeitsaufträge das Gewissen strapazieren, ist das Klinikpersonal auf Unterstützung angewiesen. Beispiel Transplantation: Dürfen Pflegekräfte die Beteiligung an einer Organentnahme verweigern?

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Beschaffung von Körperteilen

»Organspende«-Tests bei Lebenden?

Von MARTINA KELLER
(Dezember 2005) Wie Kliniken mehr Organe beschaffen könnten, überlegt eine Arbeitsgruppe der Bundesärztekammer. Eine Idee: Noch bevor der »Hirntod« diagnostiziert ist, soll das Blut potenzieller Organgeber untersucht werden – um zu ermitteln, ob ihre Körperteile transplantabel sind.

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Organentnahme ohne Einwilligung

Fremdbestimmte Eingriffe

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Juni 2004) Organentnahme bei PatientInnen, denen ÄrztiInnen den endgültigen Ausfall der Hirnfunktionen (»Hirntod«) bescheinigt haben, sind meist fremdbestimmte Operationen.

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Medienberichterstattung

»Ich schenke dir meine Niere« – BILD war dabei

Von UTE BERTRAND
(Juni 2004) Journalistische Beiträge, die offensichtlich zur Hergabe von Körperteilen motivieren sollen, erscheinen beinahe täglich in den Medien. Auch die _BILD_-Zeitung macht eifrig mit.

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»Cross-Over«-Transplantationen

Tausch erlaubt, Geschäft ermöglicht

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(März 2004) Mit einer kreativen Gesetzesauslegung hat das Bundessozialgericht eine juristische Vorlage zwecks Ausweitung der »Lebendorganspende« geliefert.

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Leber-»Lebendorganspende«

Wachstumsorientierte Aufklärung

Von ERIKA FEYERABEND
(September 2003) Leberstücke gesunder Menschen werden seit rund zehn Jahren transplantiert. Mit welchen Folgen die »SpenderInnen« rechnen müssen, wird jedoch selten veröffentlicht.

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Lebertransplantation

Schwerwiegende Komplikationen

Von MARGARETE WHITTOME
(März 2002) Erfahrungen vor und nach einer Lebertransplantation.

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Neue Organressourcen

Durchlässige Körper

Von ERIKA FEYERABEND
(Juni 2001) Angesichts des behaupteten »Organmangels« wünschen sich Transplanteure neue Ressourcen. Auch gesunde Menschen und »herztote« PatientInnen sind mittlerweile als OrganspenderInnen begehrt.

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Biomedizinische Konstruktionen

Gewalt des Todes – Bemächtigung des Lebens

Von ALEXANDRA MANZEI
(2000) Durch die Umdefinition von Tod und Organmangel wird der menschliche Körper als Organreservoir erschließbar gemacht.

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