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Nr. 20 (Dezember 2002)

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Das Wichtigste im Überblick

BIOSKOP-Schwerpunkt

Gene & Geschäfte – Bioindustrie

Wirtschaft, Politik und Medien stilisieren Bio- und Gentechnik gern zu »Schlüssel- und Zukunftstechnologien«, die Garanten für kräftiges Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze sein sollen. Bisher ist die Ertragslage der Biotechbranche allerdings bescheiden bis hoch defizitär, weshalb sie einmal mehr nach besseren politischen Rahmenbedingungen ruft. Die rot-grüne Bundesregierung hört gern drauf und will ihren Förderbeitrag leisten – für eine Zukunft, die viele Firmen nicht mehr erleben werden.

BIOSKOP bilanziert die Lage der deutschen Biotechbranche und dokumentiert, was die rot-grüne Bundesregierung für sie tun will. Und BIOSKOP hat ausgiebig in den USA recherchiert, wo viele Biotechfirmen in einer Finanz- und Vertrauenskrise stecken.


»Lebendorganspende«

Körper gegen Geld?

Geld verdienen mit Hergeben von Körperteilen? Das Thema war bisher in Deutschland tabu.Trotzdem haben Transplantationschirurgen, JuristInnen und BioethikerInnen jahrelang hinter verschlossenen Türen diskutiert, mit welchen finanziellen Anreizen gesunde Menschen gezielt dazu bewegt werden können, sich Nieren oder Leberstücke für Transplantationen entnehmen zu lassen. Jetzt fühlen sich die ExpertInnen stark genug, ihre Ideen auch öffentlich zu propagieren.

BIOSKOP nimmt die ProtagonistInnen, ihre Vorschläge und politischen Strategien eingehend unter die Lupe. Und BIOSKOP warnt vor einem Kongress der Deutschen Akademie für Transplantationsmedizin, der zum Signal für die Kommerzialisierung von »Organspenden« zu werden droht.


Nutzung von Körpersubstanzen

Genforscher fordern zentrale Biobank

In Island darf das Unternehmen deCode genetics eine Datenbank mit medizinischen und genetischen Daten der EinwohnerInnen aufbauen und exklusiv kommerziell verwerten. Große Genomdatenbanken entstehen derzeit auch in Großbritannien und Estland. Kein Wunder, dass sich nun auch deutsche GenforscherInnen eine zentrale »Biobank« wünschen. Kanzler Schröders »Nationaler Ethikrat« hat bereits eine Stellungnahme zum Thema »Biobanken« angekündigt – sie könnte den Weg für eine höchst brisante Verdatung bahnen.

BIOSKOP informiert über den Stand der Diskussion. Und BIOSKOP blickt in die Niederlande, wo WissenschaftlerInnen hunderttausende Krankenakten, Blut-, Urin- und Gewebeproben im Rahmen genepidemiologischer Studien auswerten wollen.


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