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Nr. 34 (Juni 2006)

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Das Wichtigste im Überblick

BIOSKOP-Schwerpunkt

Leben mit Demenz

Das »Kompetenznetz Demenzen« gibt an, »federführend in der deutschen Demenz-Forschung« zu sein. An der konzertierten Aktion beteiligen sich WissenschaftlerInnen aus 14 Uni-Kliniken, niedergelassene ÄrztInnen, Pharmaunternehmen und die Selbsthilfeorganisation »Deutsche Alzheimer Gesellschaft«. Standardisierung von Früherkennung und Diagnostik, Medikamentenstudien und die Suche nach »Dispositionsgenen« sind die erklärten Forschungsschwerpunkte. Stolz sind die NetzwerkerInnen auf ihre Biomaterialbank: Sie erfasst Proben mit Blut und Rückenmarksflüssigkeit von über 1.000 PatientInnen sowie Daten und DNA von rund 4.800 Menschen.

BIOSKOP beleuchtet die Aktivitäten des Kompetenznetzes. Und BIOSKOP stellt Alternativen zum Pflegeheim vor: Wohngruppen, Hausgemeinschaften und Wohnprojekte für Menschen mit Demenz.


Ersatzteillager Mensch

Markt für Gewebe, Zellen und Organe

Das Bundesgesundheitsministerium hat ein umfangreiches »Gewebegesetz« entworfen. Die Paragraphen sollen Entnahme und Weiterverarbeitung menschlicher Zellen und Gewebe regeln. Vor einem »gewerblichen Markt für Gewebetransplantate« warnt nun die Bundesärztekammer. Die Frage, ob menschliche Körpersubstanzen überhaupt verwertet werden sollten, stellen die Lobbyisten allerdings nicht. Derweil fordert eine Professorenrunde, das Transplantationsgesetz radikal zu ändern: Organ-»SpenderInnen« sollten künftig bezahlt und die so genannte »Widerspruchslösung« eingeführt werden. Im Fall des »Hirntods« würde so jeder als potenzieller Organgeber eingestuft – es sei denn, er hat der Explantation zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen.

BIOSKOP nimmt das geplante Gewebegesetz unter die Lupe. Und BIOSKOP schüttelt den Kopf über die Professorenrunde, deren Memorandum vom Bundesforschungsministerium gefördert wurde.


Elektronische »Gesundheitskarte«

Mitmachen oder verweigern?

Das weltweit größte Informationstechnik-Projekt soll in Deutschland realisiert werden: die elektronische »Gesundheitskarte«. Perspektivisch wird angestrebt, medizinische Daten möglichst aller Krankenversicherten zu speichern und für gesundheitspolitische Planungen und Eingriffe zugänglich zu machen. Ob es so weit kommen wird, hängt maßgeblich von der Mitmachbereitschaft der PatientInnen ab: Wollen sie ihre eigene Verdatung wirklich fördern?

BIOSKOP hat den Datenschutzexperten Wolfgang Linder gebeten, Hintergründe und Abgründe der »Gesundheitskarte« zu erläutern. Und BIOSKOP beschreibt Initiativen gegen das Verdatungsprojekt.


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