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Nr. 51 (September 2010)

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Das Wichtigste im Überblick

BIOSKOP-Schwerpunkt

Gentests & Genforschung

Genanalysen werden zunehmend via Internet verkauft. Die größten Anbieter kommen aus den USA, aber auch einige deutsche Firmen vermarkten die fragwürdigen Produkte. Auf Wachstum hoffen zudem Universitäten und Unternehmen, die so genannte »Biobanken« aufgebaut haben. Sie sammeln menschliche Blut- und Gewebeproben sowie PatientInnendaten, um sie für Genforschungsprojekte zur Verfügung zu stellen. Die Bundesregierung fördert den Aufbau von Biobanken finanziell – der Deutsche Ethikrat leistet moralische Unterstützung.

BIOSKOP hat sich die Gentestbranche angeschaut und fragt: »Was tut eigentlich die Gendiagnostik-Kommission?« Und BIOSKOP berichtet über neue Empfehlungen des Ethikrates, der einen Blankoscheck für Biobanker befürwortet.


Ersatzteillager Mensch

Leben Hirntote noch?

Als Christiaan Barnard 1967 erstmals das Herz einer hirntoten Frau verpflanzte, verhalf er einem neuen Todeskriterium zum Durchbruch: Bereits im Jahr darauf definierte eine Kommission der Harvard Medical School den Hirntod als den Tod des Menschen. Seither setzte sich der neue Standard weltweit durch. Jüngere Studien zu hirntoten Menschen sowie Fortschritte in der bildgebenden Diagnostik begründen indes Zweifel an dem Todeskonzept, auf das sich die Transplantationsmedizin wesentlich stützt.

BIOSKOP schildert neue Erkenntnisse, die eine für tot gehaltene Debatte wiederbeleben. Und BIOSKOP kritisiert die politische Instrumentalisierung der Lebendorganspende des Frank-Walter Steinmeier.


Gesundheitsökonomie

Kompromiss zwischen mehreren Übeln

Die von Schwarz-Gelb geplante »Gesundheitsreform« setzt verschärft den Kurs fort, den diverse Bundesregierungen seit Anfang der 1980er Jahre gefahren haben. Bedient werden diverse wirtschaftliche Interessen – von der Pharma- und Gesundheitsindustrie über ÄrztInnenschaft und Versicherungen bis zu den ArbeitgeberInnen. Die gesetzlich versicherten ArbeitnehmerInnen und RentnerInnen werden einmal mehr die VerliererInnen sein.

BIOSKOP nimmt das Reformvorhaben unter die Lupe. Und BIOSKOP staunt über eine Lübecker »Bürgerkonferenz«, die jetzt fordert, was GesundheitsökonomInnen und BioethikerInenn seit Jahren propagieren: »Priorisierung« in der medizinischen Versorgung.


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