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Nr. 58 (Juni 2012)

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Die Themen im Überblick

> BIOSKOP-Schwerpunkt

Patienten und Pharmaindustrie

Sponsoring durch Pharmaunternehmen ist für viele Patientenorganisationen eine willkommene Einnahmequelle. Dass geldwerte Kooperationen auch in handfeste Einflussnahmen seitens spendabler Arzneihersteller münden können, wird zunehmend kritisch gesehen – zum Teil auch in der Selbsthilfe. Deren Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) will mit »Leitsätzen« vordenken und vorsagen, wie gesponserte Verbände ihre Neutralität und Unabhängigkeit bewahren können. Die Selbstverpflichtung lässt zwar reichlich Spielräume, aber in einem Punkt hat sich die BAG mittlerweile festgelegt: Selbsthilfeorganisationen, die ihren Haushalt zu mehr als 40 Prozent von Pharmafirmen füllen lassen, verstoßen »gegen den Geist der Leitsätze«. Ein Anlass mehr, immer mal wieder genau hinzugucken.

BIOSKOP nimmt die Patientenorganisation »Deutsche Schmerzliga« unter die Lupe, die nicht nur mit dem Arzneihersteller Mundipharma gern zusammenarbeitet. Und BIOSKOP erläutert, warum sich die Pharmaindustrie mehr Patientenbeteiligungsrechte wünscht – zum Beispiel im Gemeinsamen Bundesausschuss, der festlegt, welche medizinischen Leistungen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden müssen.


> Forschung am Menschen

Riskante Regierungspläne

Die Bundesregierung will Bürokratie bei klinischen Arzneimittelstudien abbauen. Das politische Vorhaben ist geeignet, die Sicherheit von Versuchspersonen zu beeinträchtigen, befürchten Fachleute – und letztlich sogar den »Forschungsstandort Deutschland«.

BIOSKOP gibt Einblicke in die geplante Reform des Arzneimittelgesetzes (AMG). Und BIOSKOP schildert, wie sich KritikerInnen gegen eine fragwürdige Studie am Berliner Universitätsklinikum engagieren.


> Transplantationsmedizin

Weiter ohne wirksame Kontrolle

Der Bundestag hat das Transplantationsgesetz reformiert – mit dem Ziel, mehr Organentnahmen zu bewirken. Deshalb müssen die Krankenkassen künftig ihre Mitglieder regelmäßig anschreiben, um sie zu bewegen, freiwillig einen »Organspende«-Ausweis auszufüllen. Aufklärung wird – einmal mehr – versprochen. Doch transparenter soll das Transplantationswesen nicht wirklich werden.

BIOSKOP spricht an, was der Gesetzgeber eigentlich hätte tun müssen, aber bewusst nicht getan hat. Und BIOSKOP beleuchtet heikle Vorstellungen des Chirurgen Helmut Arbogast, der ab 2013 die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) führen soll.


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