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Nr. 61 (März 2013)

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Die Themen im Überblick

> BIOSKOP-Schwerpunkt

Patientenverdatung

Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, begründet 1983 durch das »Volkszählungsurteil« des Bundesverfassungsgerichts, besagt im Kern: Jede/r hat das Recht, wissen zu können, »wer was wann und bei welcher Gelegenheit« über ihn weiß. Diesen wichtigen Anspruch durchzusetzen, ist in der Praxis jedoch nicht leicht – das gilt besonders auch für das unüberschaubare Gesundheitswesen. Unser Schwerpunkt blickt auf fragwürdige Kontakte zwischen Krankenkassen und Kliniken, ungefragte Weitergaben gesammelter Versichertendaten, Speicherungen von Patienteninformationen fernab der vertrauten Arztpraxis, die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK).

BIOSKOP informiert, nennt Auskunftsrechte und stellt Fragen, die auch PatientInnen stellen können. Und BIOSKOP veröffentlicht den Erfahrungsbericht einer Versicherten, die bisher ganz gut ohne die neue Gesundheitschipkarte ausgekommen ist.


> Transplantationsmedizin

Schenkt Organspende »Leben«?

Ob auf dem Organspendeausweis oder in Anschreiben der Krankenkassen: Der Slogan »Organspende schenkt Leben« wird allerorten verbreitet – ohne jedes Fragezeichen. Doch Fachleute beklagen, dass die Daten über Transplantationen unvollständig sind – und zum Teil gar nicht ausgewertet würden, um seriöse Aussagen zu Qualität, Nachsorge und Organvergabekriterien machen zu können. Ein Vergleich vorliegender Zahlen zeigt: Die 5-Jahres-Funktionsrate von Nieren und Lebern, die in deutschen Zentren verpflanzt wurden, liegt unter dem internationalen Durchschnitt.

BIOSKOP beleuchtet Qualitätssicherung und Datenlage im Transplantationswesen. Und BIOSKOP berichtet, dass ein ehemaliges Mitglied der »Bundesfachgruppe Lebertransplantation« zurzeit in Untersuchungshaft sitzt.


> Pharmasponsoring, Korruption

Gesetz gegen bestechliche ÄrztInnen?

SPD und Linke wollen Korruption im Gesundheitswesen unter Strafe gestellt sehen. Vor der Bundestagswahl wird daraus aber wohl nichts mehr werden, zumal der liberale Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr dagegen ist. Derweil hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) eine Broschüre namens »Richtig kooperieren« veröffentlicht. Sie erklärt ÄrztInnen, welche Vereinbarungen mit Unternehmen aus der Pharma- und Medizinproduktebranche rechtens sein sollen – und welche nicht.

BIOSKOP hat sich die Gesetzesinitiativen und die KBV-Broschüre angeschaut. Und BIOSKOP meint: Notwendig ist auch mehr Transparenz über legale Partnerschaften zwischen Ärzten, Forschern und Industrie – Veröffentlichung der gezahlten Gelder inklusive.


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