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Nr. 63 (September 2013)

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Die Themen im Überblick

> BIOSKOP-Schwerpunkt

Organe unter Kontrolle?

Angetrieben durch kritische Medienberichte und sinkende Transplantationszahlen, sehen die bei der Bundesärztekammer (BÄK) angesiedelten Prüfkommissionen inzwischen wohl genauer hin. Sie haben jedenfalls alle 24 deutschen Leberzentren besucht und Krankenakten von 1.180 PatientInnen ausgewertet, denen eine fremde Leber eingepflanzt worden war. In etwa jedem vierten untersuchten Fall wurden die KontrolleurInnen fündig, sie bilanzieren insgesamt 292 Verstöße gegen die BÄK-Richtlinien zur Wartelistenführung und Organvermittlung. Derweil wird am Landgericht Göttingen gegen einen Transplanteur verhandelt, der medizinische Daten derart manipuliert haben soll, dass einige seiner PatientInnen bei der Zuteilung von Lebern zu Unrecht bevorzugt worden seien. Die Verteidigung bläst zum Gegenangriff und stellt die BÄK-Richtlinien grundsätzlich in Frage.

BIOSKOP nimmt den Leberprüfbericht und auch die Verteidigungsstrategie im Göttinger Prozess unter die Lupe. Und BIOSKOP berichtet, wie ignorant die Bundesregierung auf wissenschaftliche Zweifel am »Hirntod«-Konzept und bekannte Mängel der »Hirntod«-Diagnostik reagiert.


> Biopolitische Programme zur Bundestagswahl

Vage, aber nicht ohne Inhalte

Wahlkampfzeiten sind Hochzeiten für Werbefachleute – und für Trittbrettfahrer. Ein Bonbon-Hersteller etwa preist derzeit überall im Land sein tütchenweise verpacktes Produkt so an: »Mehr Inhalt als die meisten Parteiprogramme«. Den plakatierten Slogan sollte man nicht einfach glauben. Zwar sind in der nächsten Legislaturperiode keine biopolitischen Großprojekte zu erwarten. Aber es gibt Ankündigungen, die WählerInnen vor dem 22. September kennen sollten.

BIOSKOP beleuchtet die forschungs- und biopolitischen Programmteile der im Bundestag vertretenen Parteien. Und BIOSKOP staunt über die »sechste Fraktion« der NebenverdienerInnen im Parlament.


> Reinigungsarbeiten im Krankenhaus

Wichtig, anstrengend, unsicher

Reinigungsarbeiten im Krankenhaus gelten als bloße Selbstverständlichkeit. Öffentliche Beachtung finden sie nur, wenn etwas gründlich schief gelaufen ist – Schlagzeilen machten zum Beispiel lebensbedrohliche Infektionen und Todesfälle, die auf Hygienemängel zurückgeführt wurden. Doch wie sieht eigentlich der AlItag derjenigen aus, die täglich für Sauberkeit in Kliniken sorgen?

BIOSKOP schaut auf Arbeitsbedingungen, Hierarchien und Widersprüche. Und BIOSKOP stellt fest: Arbeiten für Sauberkeit und Hygiene sollten entsprechend ihrer Relevanz anerkannt werden – auch durch entsprechende Vergütung.


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+ BIOSKOP Leitartikel: Grammatik der Ungerechtigkeiten
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