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Nr. 65 (März 2014)

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Die Themen im Überblick

> BIOSKOP-Schwerpunkt

Vorbeugen und Screenen

Der Glaubenssatz klingt plausibel und dominiert das populäre wie das epidemiologische Bewusstsein: Je früher eine (Volks)Krankheit erkannt ist, desto besser sind die Heilungsaussichten. Eine zunehmende Konsequenz ist die politische Förderung von Screenings (Reihenuntersuchungen), die erklärtermaßen dazu dienen sollen, ernste Krankheiten bei Menschen zu entdecken, die sich eigentlich ganz gesund fühlen. Dabei ist zumindest in Fachkreisen bekannt, dass es bei medizinischen Früherkennungsprogrammen nicht nur um die Gesundheit der Untersuchten geht, sondern auch um handfeste ökonomische Interessen von MedizinerInnen und Diagnostikindustrie.

BIOSKOP beleuchtet das Mammographie-Screening auf Brustkrebs sowie neue Diagnosemethoden, die Risiken für Demenz-Erkrankungen feststellen sollen. Und BIOSKOP ist gespannt auf ein »Präventionsgesetz«, das die große Koalition im Bundestag noch 2014 vorlegen will.


> Ärztefortbildungen und Pharmasponsoring

Vorgabe für Transparenz

MedizinerInnen, die nebenbei Honorare von Pharmaunternehmen erhalten, müssen ab 2016 damit rechnen, dass einschlägige Zahlungen im Internet veröffentlicht werden. So haben es jedenfalls die führenden Arzneimittelhersteller in Deutschland angekündigt. Ein weiteres Stück Transparenz hat schon begonnen: Bei medizinischen Kongressen und Fortbildungen müssen Sponsoren nicht nur genannt, sondern auch konkrete Geldbeträge offenbart werden.

BIOSKOP hat sich die Praxis angeschaut, die einem Kodex des Pharmaindustrievereins »Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA)« folgen soll. Und BIOSKOP gibt Tipps, wie man schnell herausfinden kann, welche Ärztetagungen von welchen Firmen gesponsert werden.


> Reproduktionsmedizin

Neue Technik für autonome Lebensplanung?

»Social Freezing« bedeutet nicht etwa soziale Kälte oder Starre. Gemeint ist eine neue Dienstleistung von Reproduktionsmedizinern. Basis ist ein vergleichsweise neues Verfahren, die es ermöglicht, weibliche Eizellen schockzugefrieren – und zwar aus sozialen, nicht aus medizinisch oder therapeutisch bemäntelten Gründen.

BIOSKOP informiert über Technik, Promotoren und Versprechen. Und BIOSKOP ahnt: »Soziale Kälte« in der Arbeitswelt und veränderungswürdige Geschlechterverhältnisse könnten ein fruchtbarer Boden für dieses reproduktionsmedizinische Angebot sein.


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