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Nr. 67 (September 2014)

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Die Themen im Überblick

> BIOSKOP-Schwerpunkt

Euthanasie

2015 soll der Bundestag entscheiden, ob und wie Beihilfe zu Selbsttötungen in Deutschland reguliert wird. Mehrere Gesetzentwürfe sollen voraussichtlich noch in diesem Jahr vorgelegt werden – über Parteigrenzen hinweg. Vier Wissenschaftler aus den Disziplinen Medizin, Ethik und Recht sind schon einmal vorgeprescht und haben einen eigenen »Gesetzesvorschlag« öffentlich unterbreitet. Er sieht vor, dass PatientInnen, die sich selbst töten wollen, von ÄrztInnen unterstützt werden dürfen.

BIOSKOP nimmt den »Gesetzesvorschlag« und seine Promotoren unter die Lupe. Und BIOSKOP zitiert diverse kluge Stimmen, die – auch mit Hinweis auf die ökonomischen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen – eindringlich davor warnen, Suizid-Beihilfe gesellschaftlich zu legitimieren.


> Wissenschafts-PR und Medien

Sind Journalisten alleine schuld?

Die Quelle irreführender Berichterstattung über medizinische Themen liegt oft bereits bei der wissenschaftlichen Institution, die eine Nachricht per Pressemitteilung verbreitet. Diese Einsicht hat drei deutsche Akademien zu einem Vorstoß für mehr Qualität in der Wissenschaftskommunikation veranlasst. In eine ähnliche Richtung zielt die Initiative Medien-Doktor PR-Watch. Sie will eine Debatte über Wissenschafts-PR in Deutschland anstoßen.

BIOSKOP berichtet über lückenhafte Berichte, analysiert Hintergründe, nennt Verbesserungsvorschläge. Und BIOSKOP empfiehlt JournalistInnen, ÖffentlichkeitsarbeiterInnen und LeserInnen, den Medien-Doktor regelmäßig zu besuchen.


> Ersatzteillager Mensch

Folgen einer Lebendorganspende

Im August 2010 ließ sich der selbstständige Bau- und Wirtschaftsingenieur Ralf Zietz im Transplantationszentrum Essen seine rechte Niere entnehmen, um sie seiner kranken Frau Marlies zu spenden. Die Transplantation verlief ohne Komplikationen. Aber nach der Entlassung bekam der Spender erhebliche Gesundheitsprobleme – und gründete, gemeinsam mit anderen Betroffenen, im Dezember 2011 die »Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V.«.

BIOSKOP hat Ralf Zietz nach seinen Erfahrungen, Einschätzungen und Initiativen gefragt. Und BIOSKOP verweist auf die Internetseite der Interessengemeinschaft, die Informationen aus Perspektive von Betroffenen bietet, die in der Öffentlichkeit bisher eher selten zu Wort kommen.


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