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Nr. 68 (Dezember 2014)

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Die Themen im Überblick

> BIOSKOP-Schwerpunkt

E-Health & Big Data

In zwei Testregionen soll 2015 erprobt werden, ob die digitale Vernetzung von Arztpraxen und Kliniken mit Hilfe der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) technisch funktioniert – und ob die vermeintlich schöne »E-Health«-Welt tatsächlich von ÄrztInnen und PatientInnen im Alltag akzeptiert wird. Über 50 Fragen, gestellt von den Linken im Bundestag und (teils recht nebulös) beantwortet vom Bundesministerium für Gesundheit, zeigen im Ergebnis: Viele Details rund um die eGK, die als Schlüssel zur Telematikinfrastruktur gilt, sind noch immer ungeklärt – schon gar nicht verständlich für technische Laien, auf deren Daten die eGK-Promotoren ja hoffen. Derweil finden es viele Menschen scheinbar zeitgemäß, ihre Körper mit Hilfe elektronischer Geräte ständig zu kontrollieren und zu optimieren – ein Trend, der auch Begehrlichkeiten bei Krankenkassen und Versicherungen weckt.

BIOSKOP nimmt elektronische Gesundheitskarte und so genannte »Gesundheits-Apps« unter die Lupe, thematisiert offene Fragen sowie den anhaltenden Widerstand gegen die großspurigen Telematik-Visionen. Und BIOSKOP beleuchtet erneut das Big-Data-Biobanken-Projekt »Nationale Kohorte«, dessen Ziele und Hintergründe unbedingt öffentlich diskutiert gehören.


> Pharma-Marketing

Werbetouren durch Deutschland

Die Ärzteinitiative MEZIS (»Mein Essen zahl ich selbst«) ruft Kollegen dazu auf, die Vergabe von Fortbildungspunkten durch Ärztekammern gezielt zu hinterfragen – ein Musterbrief soll beim Formulieren helfen. Der Allgemeinmediziner Niklas Schurig, engagiert im MEZIS-Vorstand, ist überzeugt: Unabhängige Weiterbildung ist durchaus möglich!

BIOSKOP hat Schurig nach seinen Erfahrungen, Kritikpunkten und Vorschlägen gefragt. Und BIOSKOP empfiehlt den exklusiven Transparenz-Kalender, der für ein gutes Stück Durchblick bei pharmaindustriegesponserten Ärztefortbildungen sorgt.


> Euthanasie

Autonomie am Lebensende? Gewissheiten und Irritationen

Wo Gewissheiten präsentiert werden und Dinge scheinbar klar liegen, ist in der Regel Vorsicht geboten. Es kann durchaus produktiv, sich von vermeintlichen Gewissheiten irritieren zu lassen – das gilt besonders auch bei der verbreiteten Rede von »Autonomie am Lebensende« im Kontext der aktuellen Debatte um die Beihilfe zu Selbsttötungen, die 2015 im Bundestag womöglich per Gesetz legitimiert wird.

BIOSKOP veröffentlicht eine Analyse der Soziologin Stefanie Graefe, sie schreibt auch: »Wenn wir für diese Phase einen Begriff brauchen, würde ich den der Teilhabe vorschlagen.« Und BIOSKOP kündigt an: Die Tagung Ökonomien des Sterbens mit spannenden Vorträgen wird dokumentiert!


> Weitere Themen
+ BIOSKOP Leitartikel: Digital erschöpft
+ Geplantes Transplantationsregister: Transparenz für vielfältige Zwecke
+ DNA-Analysen – eine kriminaltechnische Methode mit Irrtumspotenzial
+ Psychopharmaka: Ruhigstellungen mit Nebenwirkungen
+ Forschungsprojekt zu Medikationsfehlern
+ Kooperationen von Unis und Unternehmen sollen weiter im Verborgenen blühen
+ Resolution des Frauenrates zum »Social Freezing«
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