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Nr. 69 (März 2015)

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Die Themen im Überblick

> BIOSKOP-Schwerpunkt

Ersatzteillager Mensch

Der Deutsche Ethikrat hat eine fast 200 Seiten dicke Stellungnahme zum Thema »Hirntod und Entscheidung zur Organspende« vorgestellt. Ob ein für »hirntot« erklärter Mensch tatsächlich schon tot ist, darüber sind sich die ExpertInnen allerdings nicht einig. Doch auch die Zweifler unter ihnen halten es für legitim, Körperteile nach Feststellung des »Hirntods« zu explantieren. Weitere Empfehlungen zielen offensichtlich darauf, die Zahl potenzieller OrganspenderInnen zu steigern. Der Ethikrat will das Vertrauen in die Transplantationmedizin stärken, doch dies ist nach Bekanntwerden mehrerer Skandale weiterhin erschüttert: Demnächst muss sich wohl ein weiterer Chirurg vor Gericht verantworten – die Münchner Staatsanwaltschaft wirft im vor, Blutwerte manipuliert zu haben, um PatientInnen bei der Verteilung transplantierbarer Lebern zu begünstigen.

BIOSKOP beleuchtet das »Hirntod«-Papier des Ethikrates. Und BIOSKOP berichtet über eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der Lettland verurteilt hat, Schadensersatz für eine rechtswidrige Gewebeentnahme zu leisten.


> Gesundheitsmarkt

Gesetz gegen Korruption geplant

Die schwarz-rote Bundesregierung will eine Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag in die Tat umsetzen und Korruption im Medizinbetrieb unter Strafe stellen. Alltägliche Praktiken der Beeinflussung sollen offenbar unangetastet bleiben – und verbindliche Transparenz wird von den Koalitionären noch nicht gefordert. Dabei gibt es sachdienliche Vorschläge – zum Beispiel einen (im Bundestag allerdings gescheiterten) Antrag aus dem Jahr 2013.

BIOSKOP nimmt einen vom Bundesjustizministerium ausgearbeiteten Gesetzentwurf unter die Lupe. Und BIOSKOP geht einer spannenden Frage nach: Anwendungsbeobachtungen – anfällig für Korruption?


> Analyse

Maschinensklaven – aus dem Leben der Cyborgs

In den digitalen Überwachungs- und Kontrolltechniken des 21. Jahrhunderts verschmilzt der menschliche Körper immer mehr mit der Computer-Technik, um diesen zu codieren und zu verrechnen. Dem entspricht die transhumanistische Vorstellung, dass Leben und Körper im digitalen Code von Eins und Null aufgehen.

BIOSKOP veröffentlicht eine bemerkenswerte Analyse des Philosophen und Buchautors Markus Jansen. Und BIOSKOP staunt über ein merkwürdiges Magazin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das Kindern »Mensch-Maschine«-Techniken nahebringen soll.


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