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Michael Wunder

Diplom-Psychologe, Leiter des Beratungszentrums der Ev. Stiftung Alsterdorf in Hamburg, Mitglied des Deutschen Ethikrates

»Manchmal denke ich zwar das glatte Gegenteil von dem, was in BIOSKOP steht, dennoch brauche ich den ständigen Anstoß und Auseinandersetzung. Ohne BIOSKOP wäre die Debatte ärmer. Deshalb unterstütze ich BIOSKOP und wünsche dem Projekt einen noch langen Bestand.«

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> Zeitschrift BIOSKOP ist 18!

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BIOSKOP ist im Dezember 2015 volljährig geworden – binnen 18 Jahren, seit 1998, haben wir in 72 Ausgaben über 1.000 Seiten Artikel, Recherchen und Analysen veröffentlicht. Der newsletter Behindertenpolitik kam im Juni 2000 hinzu; er beleuchtet aus Betroffenen-Perspektive, was die meisten Medien meistens ausblenden.

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Nr. 73 (März 2016)

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Die Themen im Überblick

> BIOSKOP-Schwerpunkt

Arzneien & Profite

Adaptive Pathways heißt das Stichwort, unter dem die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ein brisantes Modellprojekt vorantreibt – das Ziel: Medikamente sollen schneller auf den Markt kommen, ohne dass Wirksamkeit und Sicherheit abschließend geprüft sind. KritikerInnen fürchten sinkende Studienstandards, und das Risiko tragen letztlich die PatientInnen. Derweil freuen sich Arzneimittelhersteller über verstärkte Zulassungen neuer Medikamente, die auf molekularen Wirkmechanismen basieren. Die Pharmaka sind außerordentlich teuer, ihr Nutzen für die PatientInnen aber oft umstritten – und perspektivisch könnten sie den finanziellen Rahmen des öffentlichen Gesundheitswesens sprengen.

BIOSKOP informiert über die angestrebte Senkung von Studienstandards bei der Arzneizulassung und über die bedenkliche Hochpreispolitik von Pharmafirmen. Und BIOSKOP staunt über üppige Sponsorengelder, die kürzlich beim »Krebsforum der Industrie« flossen.


> Selektionspolitik

Genetische Risiko-Prävention

Der sogenannte PraenaTest, ein nicht-invasiver Bluttest zur Feststellung von Trisomien bei Föten, wird intensiv und kontrovers diskutiert (Siehe BIOSKOP Nr. 70). Öffentlich kaum beachtet werden dagegen Entwicklung und beginnende Vermarktung von erweiterten Anlageträger-Screenings in der »Vor«-Schwangerschaft. Dabei können auch diese neuartigen genetischen Testverfahren erhebliche gesellschaftliche Auswirkungen haben – und unter Umständen zu einer dramatischen Ausweitung vorgeburtlicher Selektion führen.

BIOSKOP beleuchtet die drohende Ausweitung reproduktionsbezogener Gen-Checks. Und BIOSKOP verweist auf ein neues »Monitoring-Projekt«, das Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik unter die Lupe nimmt.


> »Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase«

Beizeiten diskutieren

Das »Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung« ist Anfang Dezember in Kraft getreten. Es bringt auch eine Innovation, die wir schon vorher eindringlich hinterfragt hatten: die sogenannte Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase. Das neue Instrument zielt im Kern darauf, BewohnerInnen von Pflege- und Behindertenheimen per Beratung gezielt zu motivieren und anzuleiten, eine Patientenverfügung pro Therapieverzicht zu erstellen. Ob es so weit kommt, liegt nun maßgeblich am Spitzenverband Bund der Krankenkassen und den Vereinigungen der Heimträger; sie sind vom Gesetzgeber ermächtigt sind, Details auszuhandeln.

BIOSKOP blickt auf das fragwürdige Konzept und empfiehlt, die Publikationen der Protagonisten genau anzuschauen, deren ökonomische Überlegungen inklusive. Und BIOSKOP rät zur schnellen Einmischung; für notwendige Transparenz und argumentative Unterstützung sorgt ein BioSkop-Hintergrundpapier.


> Weitere Themen
+ BIOSKOP -Leitartikel: Zukünftige Gegenwart
+ Google gegen Altern und Tod
+ Politikwissenschaftliches Planspiel zur Präimplantationsdiagnostik
+ Nationale Kohorte: Unklarheiten nicht wirklich beseitigt
+ »Lebendorganspende« von Gesunden: Risiken, Datensätze, Transparenz?
+ Neue Datenbank zu »Anwendungsbeobachtungen« von Arzneien
+ BioSkop fordert Register zum Sponsoring von Ärztefortbildungen
+ PEPP ist weg!
+ Interessante Veranstaltungen
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