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Bild: Andreas Heller

Andreas Heller

Professor für Palliative Care und Organisationsethik, Wien

»Ich fördere und lese BIOSKOP, weil ich mit anderen BioSkop buchstabieren gelernt habe: B = bedeutsam; I = innovativ; O = offen; S = standpunktsicher; K = klärend; O = ohne; P = Punkt und Komma parteiisch.«

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Bild: Maria Beckermann

Maria Beckermann

Frauenärztin und Psychotherapeutin, Mitbegründerin von ‘FrauenLeben’, der ersten Frauenberatungsstelle in Köln

»Ich empfehle BioSkop sowohl den kritischen Geistern in meinem Bekanntenkreis, aber auch denen, die Wissenschaft und Forschung für objektiv, unabhängig und wertneutral halten.«

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 Nr. 87 (September 2019)

Die Themen im Überblick

>>> BIOSKOP Schwerpunkt

Gesundheit & Geschäfte

»Eine bessere Versorgung ist nur mit halb so vielen Kliniken möglich.« Mit dieser Botschaft machte die Bertelsmann-Stiftung im Sommer reichlich Schlagzeilen – und riet zugleich, jedes zweite Krankenhaus in Deutschland zu schließen. Die merkwürdige Empfehlung basiert auf einer Simulationsstudie, die womöglich einige Wirkung entfalten wird. Schon fordern ÄrztInnen und Organisationen per öffentlichem Appell einen staatlichen »Masterplan« für Krankenhäuser. Dabei ist das sozialstaatliche Gesundheitswesen längst zu einem lukrativen Geschäftsfeld geworden, bei dem viele Akteure vor allem an Gewinnmargen und Expansionen interessiert sind. Wie das in der Praxis vor sich geht, zeigt zum Beispiel die Entwicklung des Fresenius Helios Konzerns, laut Selbstdarstellung »Europas führender privater Krankenhausbetreiber«.

BIOSKOP hat sich die Bertelsmann-Studie genauer angeschaut und auch den sog. GKV-Kliniksimulator im Internet. Und BIOSKOP berichtet über die die Ausbreitung der Helios-Kliniken.


>>> Geplantes Lebensende

Aufruf zum Innehalten

Pflegeheime bieten ihren BewohnerInnen zunehmend eine »Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase« an – mit dem Ziel, dass die gezielt Angesprochenen eine Patientenverfügung zu verfassen. Mit solchen Papieren wird der Verzicht auf bestimmte Therapien vorab verbindlich erklärt – mit Blick auf Erkrankungen, die noch gar nicht eingetreten sind. Nun hat eine Gruppe von WissenschaftlerInnen ein nachdenkliches »Memorandum« veröffentlicht, die Überschrift liest sich wie ein Appell: »Innehalten und Alternativen ermöglichen zu ACP und Versorgungsplanung im Sinne des § 132 g SGB V«.

BIOSKOP empfiehlt, das »Memorandum« genau zu lesen, zu diskutieren und rege zu verbreiten. Und BIOSKOP veröffentlicht einen Essay von Reimer Gronemeyer, der Soziologieprofessor beleuchtet das Planen und Steuern des Sterbens.


>>> Interessen & Konflikte

Black Box Pharmasponsoring

Noch immer legt nur ein Bruchteil der ÄrztInnen offen, ob und wofür sie Gelder von Pharmaunternehmen erhalten haben. Transparenz ist wichtig, sie kann aber nur ein erster Schritt sein. Die Ärzte-Initiative MEZIS – Mein Essen zahle ich selbst fordert, dass Ärzte-Fortbildungen frei von Sponsoring sein müssen. Arzneimittelhersteller lehnen solche Vorstöße ab – und sie weigern sich bisher auch, ihre Zahlungen an MedizinerInnen davon abhängig zu machen, dass die EmpfängerInnen einer namentlichen Veröffentlichung von Summen und Zwecken zustimmen. Dagegen ist in den USA die Offenlegung der Sponsorenzahlungen seit Jahren sogar gesetzlich vorgeschrieben – in Deutschland schaut der Gesetzgeber bisher einfach nicht hin.

BIOSKOP informiert über den aktuellen Stand und berichtet, wie MEZIS zertifizierte Ärztefortbildungen unter die Lupe nimmt. Und BIOSKOP begrüßt, dass auch Studierende der Medizin mittlerweile Kooperationen von ÄrztInnen und Pharmafirmen eingehend hinterfragen.


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